Und trotzdem: VIVA RWQ!!! Jetzt erst recht!!!
- 2. März
- 3 Min. Lesezeit
Eigentlich soll ja Fußball die schönste Nebensache der Welt sein, okay vielleicht gleichauf mit noch ein oder zwei anderen Freizeitaktivitäten, die man auch schon zu zweit (be)treiben kann! Doch derzeit stellt sich die Realität für jeden Fan, dessen Herz leidenschaftlich für den SV Rot-Weiß Queckenberg schlägt, eher als ein episches Belastungs-EKG allererster Sahne dar. Mit sagenhaften 19 Punkten belohnten sich die Queckies nach einer fast schon berauschenden Hinrunde mit einem niemals für möglich gehaltenen siebten Tabellenplatz. Und so knallten nicht ohne Grund die Sektkorken zum Jahreswechsel auf dem Mount Queck besonders laut. Doch bereits nach drei Spieltagen der Rückrunde sind diese Glücksgefühle durch den recht unsanften Aufprall in der Kreisliga-Wirklichkeit einer mittelschweren Enttäuschung gewichen. Beim SV Imepkoven III und Godesberger FV II sowie zuletzt zu Hause gegen den Tabellenzweiten SC Altendof-Ersdorf III setzte es mit 0:5, 3:12 und abermals 0:5 fette und somit nur schwer verdauliche Niederlagen. Diese Wirkungstreffer liegen allesamt noch immer wie Blei in der rot-weißen Magengrube und sorgen dort für so manches Unbehagen.
Auch wenn es sich vielleicht etwas unwirklich anhört, musste der Madbachvulkan Dave Leifer dennoch seinen Männern Beifall zollen ob der gezeigten Leistung im letzten Heimspiel gegen den haushohen Favoriten von Al-Ersch. Denn der RWQ überzeugte in allen Mannschaftsteilen mit einer aufopferungsvollen, kämpferisch tadellosen Vorstellung. Das deutliche Ergebnis spiegelte nicht ganz den tatsächlichen Spielverlauf wider und fiel um zwei Tore zu hoch aus. Darüber hinaus belohnten sich die Kampfschweine von der Madbach nicht mit wenigstens einem Törchen. Zwar erarbeitete man sich nur wenige, jedoch recht gute Möglichkeiten, um dem eigenen Anhang den Torschrei auf die Lippen zu beschwören. An dieser Stelle darf mit Andy Brehme getrost eine Legende des deutschen Fußballsports zitiert werden, der einmal in ähnlicher Situation über seinen Verein bedeutungsschwer philosophierte: haste Scheiße am Fuß – haste Scheiße am Fuß! Diese Fußballweisheit passte am letzten Sonntag zu der einen oder anderen versemmelten Queckenberger Einschussmöglichkeit wie der berühmte A… auf den nicht weniger berühmten Eimer. Obendrein wurde es den Rand-Meckenheimern zwei oder dreimal einfach zu leicht gemacht, das Runde im Eckigen zu versenken. Auch diese Situationen demonstrierten mehr als eindeutig das derzeitige Dilemma rund um den Fußballtempelberg. Wenn die Qualität im Kader nur halb so groß wäre wie die Taktfrequenz der Herzen, welche hier voller Inbrunst in jeder Brust hämmern, könnte man bei der UEFA eine Ausnahmegenehmigung beantragen, um Europapokalspiele auch auf Asche austragen zu dürfen. Doch anstatt sich mit dem Hochadel des Profifußballs zu duellieren, wirbeln die Voreifler Woche um Woche als Ritter ohne Furcht und Tadel über die Schlachtfelder der Kreisliga. Hier kratzen und beißen, kämpfen und malochen sie um jeden Zentimeter Raumgewinn, um schlussendlich dann doch dem individuell besser besetzten Gegner die Punkte zu überlassen.
Es war einmal mehr bitter, als nach dem Spiel über den Köpfen der Madbachtitanen die rot-weißen Fragezeichen in die Weiten der Queckenberger Fußballalm aufstiegen: wir haben doch wieder alles gegeben. Warum zur Hölle jubeln trotzdem die Anderen? Zwar fand Leifer die richtigen Worte, um sowohl Spiel und Ergebnis als auch den fabulösen Kraftakt seiner Jungs korrekt einzuordnen. Doch die abermals verlorenen Punkte konnte auch er nicht herbeireden und somit auch kein Lächeln in die blutig-verdreckt-verschwitzten Gesichter zaubern.
Spätestens seit dem letzten Sonntag weiß die Queckenberger Fußballfamilie, dass die Hinrunde nur eine wunderschöne Momentaufnahme war. Die zweite Saisonhälfte wird eine verdammt harte Herausforderung für die Queckianer. Gewiss wird es da noch den einen oder anderen Rückschlag, die eine oder andere Ernüchterung geben. Doch das schweißt die Kerle von der Madbach und ihre treuen Fans und Freunde nur noch enger zusammen. Gemeinsam werden sie mutig und unbeirrt ihren Kreuzzug fortsetzen. Sie werden sich jeden Sonntag aufs Neue in das Duell um Tore und Punkte schmeißen. Sie werden jeden Sonntag aufs Neue ihre Trikots mit Blut und Schweiß und vielleicht noch anderen Körperflüssigkeiten besudeln. Unter dem Motto „VIVA RWQ – JETZT ERST RECHT“ ziehen sie mit wehenden Fahnen hinaus, jederzeit bereit, das scheinbar Unmögliche irgendwie zu erstreiten, zu ertrotzen, zu erzwingen! Die nächste harte Nuss gilt es bereits am 08.03. zu knacken. Dann marschieren Leifers Beelzebuben Schulter an Schulter mit dem RWQ-Ultramob an die Hohe Straße in Bonn. Anstoß bei der Bonner Sportgemeinschaft ist bereits um 10:30 Uhr.
Erste Legion: Neff – Meurer, Fatone, Becker, Wappenschmidt – Zimmer, Breininger, Schütt, Ruhrmann, Hocke – Schaaf
Verstärkung: Armbruster, Leifer, Watty

Kommentare