Für Euch, mit Uns!!!!!!!!

Lang, lang ist’s her, als das letzte Mal auf dem heiligen Tempelberg Fußballkunst in einem Punktspiel bestaunt werden durfte. Und ein jeder, der sich am vergangenen, nebelverhangenen feucht-trüben Sonntag auf Wallfahrt gen St. Mount Queck begab, spürte, welch magische Anziehungskraft dieser Gipfel unweit der Madbach auf seine Pilgerschaft ausstrahlt. Von nah aber auch von fern zog es Jung und Alt hinauf auf den Berg. Man wollte sich endlich wiedersehen, man wollte das neue Vordach bestaunen, welches nun wohl eine der reizvollsten Tribünen im Fußballkreis Bonn beschirmt. Man wollte die wilden Kerle der RWQ-Reserve und die Profis des SV Rot-Weiß Queckenberg zum Erfolg brüllen. Vor allem wollte man aber an jenem Heimspielauftakt eines: HELFEN!!! Nur wenige 100 Meter Luftlinie vom Heinrich-Kessel-Sportfeld entfernt haben vor sechseinhalb Wochen in der ganzen Gemeinde Queckenberg viele bekannte Gesichter innerhalb weniger Stunden ein nie für möglich gehaltenes Horrorszenario hilf- und ratlos durchleben und mit eigenen Augen ansehen müssen. Und nun, wo man zumindest im Kreisligafußball wieder zur Normalität übergehen durfte, machten sich die Kerle von der Madbach, wohlgemerkt beide Mannschaften, Gedanken, wie man zumindest ein bisschen helfen kann, denen, die so viel Leid erfahren mussten. Unter Federführung von Urqueckie „Fetti“ Declair, der mittlerweile 162-mal das rot-weiße Trikot mit Blut, Schweiß, Adrenalin, Testosteron und manch anderen Körperflüssigkeiten tief getränkt hat, wurde festgelegt: wir spenden die Einnahmen an diejenigen, die unverschuldet in Not geraten sind.


Als sich so gegen 20:00 Uhr endlich die Wogen glätteten, die Fußballgesänge sich langsam beruhigten und auch die fünfte Halbzeit ganz allmählich ausklang, wurde voller Spannung der Kassenstand ermittelt. Der SV Rot-Weiß Queckenberg bedankt sich bei all seinen treuen Fans, Freunden und Unterstützern und freut sich über stolze eintausendfünfhundert Euro. Diese Summe wird an das Hilfswerk des Lions-Club Bonn-Rhenobacum e.V. übergeben mit der Bitte, damit Familien und Höfe in den Orten Queckenberg, Loch, Hardt, Sürst und Eichen zu unterstützen. Das zeigt, welch große Familie und welch eingeschworene Gemeinschaft die Kerle von der Madbach zusammen mit all ihren Getreuen in den letzten Jahren geschmiedet haben. Hier halten nicht nur elf Freunde zusammen wie zu Zeiten Sepp Herbergers; hier schreitet und kämpft, hier feiert und arbeitet eine gefühlte Hundertschaft zusammen, immer den Blick nach voran gerichtet, um gemeinsam auf und neben dem Platz positive Energie und Lebensfreude zu versprühen.


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